Böhlen/Thüringen  Ortsteil der Landgemeinde Stadt Großbreitenbach
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                                  Die Landgemeinde Großbreitenbach

Stadtrat beschließt Auflösung der Stadt und größeres kommunales Gebilde mit weiteren neun Orten der Nachbarschaft 03. Februar 2018 / 02:30 Uhr   Das Rathaus in Großbreitenbach wird wahrscheinlich auch Sitz der Landgemeinde Großbreitenbach. Foto: Ralf Ehrlich Großbreitenbach. Eigentlich wollte Bürgermeister Hans Jürgen Beier (parteilos) immer seine Stadt der Selbstständigkeit bewahren. Eigentlich wartete er immer das Votum aus Nachbargemeinden jenseits des Ilm-Kreises ab und eigentlich hatte er gar keine Lust zur Gebietsreform. Doch am Donnerstag zum Ende der öffentlichen Stadtratssitzung, da wurde auf einmal der Beschlussantrag zur Bildung einer Landgemeinde aufgerufen. So spontan, dass er nicht einmal eine Beschlussnummer enthielt, wo es diese doch sogar für die Protokollkontrolle gibt. Man habe hundertmal über das Thema diskutiert, so Beier, jetzt gehe es um die Kopfprämie, die für freiwillige Zusammenschlüsse bis Stichtag 31. März noch vom Land gezahlt wird. Die 200 Euro je Einwohner bekommen dann auch die anderen Gemeinden, die der Landgemeinde mit dem Namen „Stadt Großbreitenbach“ beitreten. Und das sollen laut Beschlussvorlage Altenfeld, Böhlen, Friedersdorf, Gillersdorf, Herschdorf mit den Ortsteilen Allersdorf und Willmersdorf, Neustadt und Wildenspring sein. Goldisthal und Katzhütte hätten sich immer noch nicht entschieden, auch der Ort Masserberg sei weiter ein Wackelkandidat. Der Verwaltungsgemeinschaftsvorsitzender Andreas Beyersdorf (CDU) erklärte, dass diese Orte auch später noch der Landgemeinde beitreten können. Denn mit der bisherigen Landgemeinde komme man nicht an die ursprünglich geforderte Einwohnerzahl von 6 000, bezogen auf das Jahr 2035 heran, sagte er. Er habe aber die Hoffnung, dass die Landesregierung eine Ausnahme für Großbreitenbach aufgrund seiner Leistungsfähigkeit macht. Die bewies man aktuell mit dem Verabschieden des Haushaltes für 2018. Der Verwaltungs- haushalt umfasst einen Etat von 3,36 und der Vermögenshaushalt von 1,18 Millionen Euro. Man bleibe bei einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 360 Prozent, obwohl die Landesregierung einen höheren Satz fordert, und davon die Zahlung ihrer Schlüsselzuweisungen abhängig macht. Nach einer Entnahme von 403 000 Euro aus der Rücklage für Investitionen im Vermögens- haushalt bleiben etwa 900 000 Euro übrig. Der Schuldenstand beträgt dann 1,44 Millionen Euro, was 55,27 Euro pro Einwohner entspricht. Investitionen sind in Kindergarten, Umbau des Zwiebelmarktes und eine Drehleiter vorgesehen. Der Haushalt wurde ohne Diskussion einstimmig beschlossen. Die Auflösung der Stadt Großbreitenbach sowie Bildung der Landgemeinde „Stadt Großbreiten- bach“ fand eine Gegenstimme. Freilich hätte er sich von der Landesregierung gewünscht, dass sie die Eigenständigkeit des finanzstarken Großbreitenbach zulässt, aber so sei es auch in Ordnung, so Beier. André Heß / 03.02.18
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