Ein Haushalt für Böhlen

28.05.2016 - 06:02 Uhr

Böhlen (Ilm-Kreis). Der Gemeinderat hat die Satzung beschlossen. Lob gab es für die anonyme Grabstätte.

Für die Gestaltung der anonymen Grabstätte gab es Lob in der Ratssitzung. Foto: Karl-Heinz Veit

Für die Gestaltung der anonymen Grabstätte gab es Lob in der Ratssitzung. Foto: Karl-Heinz Veit

17 Jahre führt Bürgermeister Reinhard Krannich die Amtsgeschäfte Böhlens. Die Gemeinderatssitzung bezeichnete er am Donnerstagabend als seinen vorletzten Auftritt in dieser Funktion. Eine letzte Ratssitzung vor der Bürgermeisterwahl am 5. Juni stellte er in Aussicht.

Der Tagesordnungspunkt „Bürgeranfragen“ wurde erstmals an den Beginn der Gemeinderatssitzung gesetzt. Hansi Schneider nutzte die Gelegenheit, um der Gemeinde und dem Bürgermeister ein anerkennendes Lob für die „Gestaltung der anonymen Grabstätte“, auch „grüne Wiese“ genannt, auszusprechen. Die seit Jahren zu Recht erhobene Forderung, diesem Friedhofsteil eine würdige Gestaltung zu geben, habe sich jetzt erfüllt. Was nun noch ausstehe, sei die Fassadenerneuerung der Friedhofshalle, sagte Hansi Schneider. Für diese Bauaktion sind 4000 Euro in den Gemeindehaushalt eingestellt, sagte Bürgermeister Krannich. Es sei also damit zu rechnen, dass alsbald auch die Fassadenansicht erneuert werden wird.

VG-Kammerin Marlies Haaße stellte die Haushaltsrechnung 2015 vor. Ihre grundsätzliche Aussage: Die Gemeindefinanzen sind gesund. Das auch dank des Holzverkaufs aus dem Gemeindewald, der zusätzliches Geld in die Kasse spülte. So stand dem Ort im vergangenen Jahr eine freie Finanzspitze von 6389 Euro zur Verfügung. Die Rücklagensumme betrug zum Jahresabschluss 124 393 Euro. Der Ort zählte 569 Einwohner mit einer pro Kopf Verschuldung von 358 Euro. „Damit rangiert Böhlen im unteren Drittel Thüringens“, stellte Marlies Haaße fest.

Die Eckdaten der Haushaltssatzung, die zu beschließen war, nannte Bürgermeister Krannich. Das Haushaltsvolumen beträgt 754 100 Euro im Verwaltungshaushalt und 121 600 Euro im Vermögenshaushalt. 131 500 Euro gehen als Kreisumlage und 93 800 Euro als VG Umlage ab. 187 800 bekommt die Gemeinde als Schlüsselzuweisung vom Land. Die freie Finanzspitze beträgt 16 150 Euro. Ein große Ausgabeposten 2016 ist die energetische Sanierung im Bürgerhaus. Dafür zahlt die Gemeinde 15 000 Euro, vom Bund kommen 11 900 Euro.

Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte die Haushaltssatzung 2016 mit Finanzplan.

Karl-Heinz Veit / 28.05.16 / TA

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